5 Mythen, die dich davon abhalten, dich gut in deiner Haut zu fühlen (und wieso sie schlichtweg falsch sind)

Kommt dir das bekannt vor?

Dein Leben ist eine Achterbahnfahrt, du bist durch Höhen und Tiefen gegangen, hast aber das Gefühl, dass du selbst weder beschleunigen, noch bremsen kannst.

Du bist es gewohnt, deine Bedürfnisse so weit hinten anzustellen, dass du gar nicht mehr weißt, ob es überhaupt okay ist, noch Bedürfnisse zu haben. Du verbringst so wenig Zeit mit dir selbst, dass du dich gar nicht mehr daran erinnern kannst, wann du dir das letzte Mal wirklich bewusst Zeit für dich selbst genommen hast.

Du weißt, dass du eigentlich so stolz auf dich und deinen Körper sein könntest, schaffst es aber nicht, das Positive, das du in anderen Menschen siehst, auch in dir selbst zu sehen. Komplimente kannst du nur schwer annehmen, weil du sie sowieso nicht glauben kannst.

Wenn du dir so wenig Zeit für dich selbst nimmst, dass du genauso gut auch unsichtbar sein könntest,

oder

du beim Blick in den Spiegel zweimal schauen musst, weil du dein eigenes Spiegelbild nicht erkennst,

oder

du zwar weißt, dass jeder Mensch einzigartig und schön ist, es aber an dir selbst noch nicht sehen kannst.

Dann lies weiter…

Mythos 1: Schön zu sein bedeutet, den gängigen Schönheitsidealen zu entsprechen

Kurz und einfach: Das ist eine Lüge.

Schönheitsideale dienen dazu, Menschen zu unterdrücken und sich an ihnen zu bereichern. Laut den Medien gibt es tausende von Dingen, die wir an uns selbst ändern müssen, um schön zu sein. Darauf basiert eine ganze Industrie, deren einzige Aufgabe es ist, Menschen dazu zu bringen, sich nicht genug zu fühlen.

Findest du nicht, dass es endlich an der Zeit ist, aufzuhören, unrealistischen Idealen nachzueifern, und zu erkennen, dass wir alle eine einzigartige Schönheit in uns tragen? Wahre Schönheit hat nichts mit deiner Kleidergröße oder deinem Alter zu tun. Sie spiegelt sich darin wider, wie du dich selbst siehst.

Wenn du mit dir selbst im Reinen bist, strahlst du das auch aus. Wenn du erst einmal verinnerlicht hast, dass der Schlüssel zur Selbstakzeptanz nicht darin liegt, zu versuchen, sich zu ändern oder mehr wie jemand anderes zu sein, sondern zu akzeptieren, wer du bist, und dich so zu lieben, wie du bist… dann wird der Kampf um Selbstakzeptanz viel einfacher sein.

Mythos 2: Es ist oberflächlich, sich über sein Äußeres Gedanken zu machen und unwichtig, ob man sich schön fühlt oder nicht

Wirklich?

Wir leben in einer Welt, in der wir konstant aufgrund unseres Aussehens bewertet werden, also machen wir uns NATÜRLICH Gedanken über unser Äußeres. Das hat jedoch NICHTS mit Arroganz, Selbstverliebtheit oder Oberflächlichkeit zu tun.

Es liegt in der Natur des Menschen: Wir alle möchten uns gut, schön und vor allem akzeptiert fühlen.

Jeder Mensch möchte sich gut und schön fühlen. In Wahrheit ist es jedoch weniger wichtig, wie du aussiehst. Wenn du dich schön fühlst, strahlst du das auch aus und trägst deine innere Schönheit nach außen. Was vielmehr zählt: Wie fühlst du dich aufgrund deines Aussehens?

Wenn wir uns Gedanken darüber machen, wie wir aussehen, fragen wir uns in Wirklichkeit folgendes: Werden wir von anderen akzeptiert? Akzeptieren wir uns selbst?

Mythos 3: Es ist selbstsüchtig, sich Zeit nur für sich selbst zu nehmen

Lass mich raten: Du bist es gewohnt, dich tagtäglich um andere zu kümmern und dafür zu sorgen, dass es ihnen möglichst gut geht.

Vielleicht bist du eine Mutter, die konstant die Bedürfnisse ihrer Kinder über ihre eigenen stellt. Oder deine Kolleg*innen verlassen sich so sehr auf dich, dass du gleich ihre Aufgaben mit erledigst. Am Ende des Tages bist du so fertig, dass dir nicht einmal bewusst ist, dass du keine einzige Sache nur für dich alleine getan hast.

Was du jedoch nicht vergessen darfst: Wenn du dich nicht zuerst um dich selbst kümmerst, wirst du irgendwann keine Energie mehr haben, um dich um andere zu kümmern.

In dem Moment, in dem du bewusst JA zu dir selbst sagst und dich auch einmal an die oberste Stelle deiner Prioritätenliste setzt, passieren wunderbare Dinge: Dein Selbstvertrauen und Enthusiasmus werden zunehmen, du bekommst mehr Energie und lebst stressfreier. Deine Arbeit wird besser und deine Beziehungen tiefer und bedeutungsvoller.

Kurz gesagt: Ein Ja zu dir selbst ist gleichzeitig auch ein Ja gegenüber deinen Mitmenschen, um die du dich so liebevoll kümmerst.

Mythos 4: Du musst ALLES an dir lieben, um dich gut zu fühlen

Es wird immer Dinge geben, die wir nicht an uns mögen, das liegt einfach in der Natur des Menschen. Aber die gute Nachricht ist, dass es – ganz egal wo wir uns auf dem Weg zur Selbstliebe befinden – auch ganz bestimmt Dinge gibt, die wir mögen.

Und wenn wir uns auf diese positiven Aspekte von uns selbst konzentrieren, werden wir anfangen, uns gut zu fühlen. Es ist ein einfaches Konzept, das aber Wunder wirken kann. So oft bleiben wir an dem hängen, was wir NICHT an uns mögen.

Wenn du erst einmal akzeptiert hast, dass du nicht alles an dir lieben musst, um wertvoll zu sein, steht dir die Tür zu einem unendlichen Vorrat an Selbstwertgefühl offen.

Mythos 5: Es ist wichtiger, was andere von dir denken, als was du von dir selbst denkst

Im Gegenteil: nur wenn wir uns darum kümmern, wie wir auf UNS SELBST wirken, werden wir jemals wirklich zufrieden sein.

Du kennst bestimmt die goldene Regel: Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.

Da ich jedoch weiß, dass du liebevoller zu deinen Mitmenschen als dir selbst bist, möchte ich eine neue Regel aufstellen: Behandle dich selbst so, wie du andere behandelst.

Das bedeutet konkret: Wir gehen mit uns selbst so hart und lieblos um, wie wir das niemals mit anderen Menschen machen würden. Wir sind unsere eigenen größten Kritiker und sehen in uns selbst immer nur das Schlechteste, während wir gleichzeitig darauf bedacht sind, andere auf ein Podest zu stellen und nur das Allerbeste in ihnen sehen.

Du verdienst es, mit dem größtmöglichen Respekt und der größten Würde behandelt zu werden. Von allen anderen, aber vor allem von dir selbst.

Ist es nicht an der Zeit, endlich zu erkennen, dass du es dir selbst schuldig bist, dich schön und selbstbewusst in deiner Haut zu fühlen?

Wie du dich selbst siehst, beeinflusst ALLES: Die Wahl der Leute, mit denen du dich umgibst, für welche Jobs du dich bewirbst und wie du die Menschen behandelst, die dir am Wichtigsten sind. Das könnte für dein Glück nicht entscheidender sein.

Wahre Schönheit spiegelt sich darin wider, wie du dich selbst siehst. (Nein, ich werde niemals müde werden, diesen Satz zu wiederholen – so wichtig finde ich ihn!) Und du hast es verdient, gesehen zu werden und dich in deiner Haut wohl zu fühlen. Dich selbst wertzuschätzen ist eines der besten und mutigsten Dinge, die
du für dich und dein Leben tun kannst.

Ich verspreche dir, dass du so viel schöner bist, als du denkst.